Letzte Änderung: 13.01.2021 13:23 Uhr

KV Knirpse starten erfolgreich

Erzieherinnen und Eltern ziehen trotz Corona eine positive Bilanz der ersten Monate.

© KV Nordrhein
Einrichtungsleitung Jasmin Kupfer (Mitte) mit ihrem Team im September 2020 (v. l.): Praktikantin Annika Sauer, pädagogische Fachkraft Annika Ludwikowski, Inklusionshelferin Susanne Worrings, Kupfers Stellvertreterin Svetlana Weiler sowie die pädagogischen Fachkräfte Sonja Uffelmann und Maike Gens.

Es ist laut. Die vielen Stimmen werden immer wieder von Lachen durchmischt. Zwischendurch ein wütender Aufschrei. Jemand weint. Das Außengelände der KV-Kita in Düsseldorf ist an diesem Morgen fest in Kinderhand. So, wie es in einer Kita sein sollte. „Unser pädagogischen Konzepts basiert darauf, dass die Kinder sich individuell entfalten können“, erzählt Jasmin Kupfer, Leiterin der Kita KV Knirpse. Deshalb mag sie  den Begriff Erzieherin weniger. „Ich sehe mich als Begleiterin.“

Seit einem Dreivierteljahr gibt es den KV-Betriebskindergarten im Erdgeschoss des Hauses der Ärzteschaft nun. Mit 20 Kindern unterschiedlicher Altersklassen mit und ohne Förderbedarf begann im Januar die Eingewöhnung. „Ein riesiges Experiment“, resümiert Kupfer und lächelt, „denn wir kannten uns als Team noch nicht und zugleich sollten sehr viele neue Kinder unser Vertrauen gewinnen.“ Doch das war nicht die einzige Herausforderung. „Dann kam Corona“, sagt sie, zuckt mit den Schultern - und lächelt wieder.

Der Fokus liegt auf gesunder Ernährung

Kupfer denkt nicht in Problemen. Sie sucht Lösungen. Deswegen hat sie auch diese in den Weg gelegten Steine gemeinsam mit ihrem Team beiseite geräumt. Zu Beginn des Lockdowns waren drei Kinder in der Notbetreuung. „Da haben wir das Mehr an Zeit genutzt, um intensiv die Details unseres Konzeptes auszuarbeiten.“

Schwerpunkte dieses Konzeptes sind neben der individuellen Entfaltung eine gesunde Ernährung und Bewegung. „Ich finde es super, dass es ein ausgewogenes, frisches Mittagessen von Sodexo gibt“, sagt eine KV-Mitarbeiterin, die ihre einjährigen Zwillinge in der Betreuung hat. „Den Essensplan haben wir mit Sodexo auf Basis der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erstellt“, erklärt Kupfer.

„Sportstunden wie im Verein“

Mit der Ausweitung der Ausnahmeregelung zur Notbetreuung kamen dann immer mehr Kinder zurück. Fing dann die Eingewöhnung von vorne an? „Nein, wenn das Vertrauen erstmal da ist, dann bleibt es auch“, so Kupfer, „und wir haben gesehen, wie gut Kinder sich mit neuen Situationen arrangieren.“ Sie spielt auf die strikte Gruppentrennung im Zuge der Corona-Maßnahmen an.

Normalerweise können die Kinder sich morgens aussuchen, in welchem Themenraum sie starten - Atelier, Bau- oder Bewegungsraum. „Sie sortieren sich nicht nach Gruppenzugehörigkeit, sondern nach Interessen“, erklärt Kupfer. So wird die individuelle Entwicklung gefördert Wegen der Corona-Maßnahmen musste die Gruppenaufteilung nun fest eingehalten werden. Ein Pluspunkt der Betriebs-Kita bleibt für die KV-Mitarbeiterin  aber die Gestaltung der Räumlichkeiten: „In der super ausgestatteten Turnhalle sind Sportstunden wie im Verein möglich. Die Kinder können sich sehr gut motorisch entwickeln.“

Kita möchte noch enger mit KV zusammenarbeiten

Mittlerweile läuft der Regelbetrieb mit Hygienekonzept. Die Kita ist auf 29 Kinder, sechs Erzieherinnen, eine Praktikantin und eine Integrationshelferin gewachsen. Was wünscht sich Jasmin Kupfer für die Zukunft? „Noch engere Zusammenarbeit mit der KV.“ Ideen hat sie genug: Ein gemeinsames Adventssingen im Foyer am Weihnachtsbaum oder Lese-Patenschaften von Mitarbeitenden. Vieles muss coronabedingt warten. „Aber was möglich ist, setzen wir um“, bekräftigt sie und lächelt. Das große Engagement wird auch von den Eltern sehr geschätzt. „Es wird stark auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingegangen und wir bekommen immer Feedback nach einem Kita-Tag“, so Michaela Kimpel-Donk. Der zweieinhalbjährige Sohn der KV-Mitarbeiterin  aus der Beratung ist seit dem Start in der Kita.

Und für die KV gibt es auch ein Lob: „Mit der Umsetzung dieses Projektes hat sie sich als moderne Arbeitgeberin gezeigt, dem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig ist“, sagt ihre Kollegin. . Kimpel-Donk wünscht sich nun „für die Kolleginnen und Kollegen im Kölner Neubau eine genau so tolle Kita wie in Düsseldorf“.